Estrazione e purificazione dei filamenti di bisso

Raccolta della Pinna nobilis. von Salis-Marschlins 1793
Raccolta della Pinna nobilis. von Salis-Marschlins 1793
«An vielen Orten des mittelländischen Meeres wird nur bey stillen und heitern Wetter, wenn man die Steckmuscheln auf dem Sandgrunde kann stehend erblicken, ein Stock von oben in ihre immer offen stehende Oeffnung hineingestossen. Sogleich verschliesset sich vollends die Pinna und hält sich dadurch dergestalt am langen Stocke feste, dass sie damit umgedreht, von ihrem Standorte losgemacht und also herausgezogen werden kann.» Così Johann Hieronymus Chemnitz (1730-1800), naturalista tedesco ed proprietario di un vasto gabinetto di conchiglie, descrive la raccolta della Pinna nobilis: In acque poco profonde, i subacquei portarono in superficie i gusci, a volte con l'aiuto di una corda legata intorno alla conchiglia e riavvolta poi sulla barca.

Nel periodo di massimo splendore della produzione del bisso marino, ossia nel XVIII secolo, le conchiglie venivano pescate dalla barca con varie metodologie, pinze e forche, come mostra l'incisione nel libro del naturalista svizzero Carl Ulysse von Salis-Marschlins (1793). Alla fine del XVIII secolo, egli viaggiò in tutto il Sud Italia: a questo proposito scrisse diversi rapporti dettagliati in cui descrisse anche l'estrazione e la lavorazione del bisso marino.

Una voce tarantino dal inizio dal XX secolo: «La pesca della pinna si fa da noi ... nell'inverno, dalla metà di novembre a tutto marzo ... Le pinne catturate in un anno oscillano dalle 20'000 alle 30'000. ... Il bisso che si ricava da tale pesca va dai 30 ai 40 Kg.» (Mastrocinque 1928)



Ciuffo di bisso pulito e pettinato
Ciuffo di bisso pulito e pettinato
«Appena pescata la pinna, se le strappa il bioccolo della lana, che lavasi più volte in acqua di mare, e lo si pettina per mondarla dalle alghe ed altre erbe marine, che sogliono essere frammiste. Lavasi una seconda, una terza e una quarta volta, e ancora più ove occorra, con acqua tiepida e sapone, fin che non si dilegua la schiuma del sapone stesso. Quindi si strofina, si pettina, si scompartisce in piccoli fiocchi e finalmente se ne toglie la radice, che sino a quel punto è necessaria tanto, che ove si tagliasse anticipatamente, sciuperebbesi l'intero bioccolo. Poscia viene caradato su un cardasso speciale, poi filato.» (Coco 1928)

Giuseppe Capecelatro,
un buon osservatore e conoscitore della lavorazione del bisso marino grazie alla sua esperienza personale, descrive l'intero processo: «Die Fischer sammeln diese Flocken, und verkaufen sie, das Pfund zu etwa 16 Carlinen. Die Käufer waschen sie sorgfältig mit gewöhnlichem Wasser, und nachher mit Seifwasser, um sie von allem Schmutz zu befreien, den sie in der Meerestiefe angenommen haben. Wenn die Flocken dann gut im Schatten getrocknet sind (denn der Sonne müssen sie ja nicht ausgesetzt werden), so behandelt man sie mit einem weiten Kamm. Was in den Zähnen dieses Kammes sitzenbleibt, nennt man Stradente (gleichsam extra Dentes); es dient zu den gröberen Arbeiten. Man wiederholt darauf das Verfahren mit einem engen Kamm, um noch mehr die groben Theile abzusondern. Ist die Wolle auf die Art gereinigt, so schneidet man sie mit einer Scheere von dem Hauptnerven der Muschel ab, bringt sie auf eine viereckige Karde, und streicht sie mit einer andern Karde in horizontaler Richtung. Die Fäden welche man so abstreift, befestigt man an einem kleinen Wocken, der mit Papier umwickelt wird, damit der Wind die Fäden nicht fortführe; und spinnt sie nun mit einer sehr feinen Spindel, wie sie die Zartheit der Wolle fordert. Den erhaltenen Faden nimmt man doppelt ober dreifach, und zwirnt ihn; so dient er dann zu den verschiednen Arbeiten, welche alle bloß mit Handeisen (ferri a mano), wie man sie in den Strumpfmanufakturen braucht, gemacht werden.» (von der Recke 1815)


Strumenti per la lavorazione del bisso marino. Sardegna, ca 1930. Museo delle Culture, Basilea.
Strumenti per la lavorazione del bisso marino. Sardegna, ca 1930. Museo delle Culture, Basilea.
Von Salis-Marschlins 1793 precisa anche: «Während dem sie (die Seide) noch etwas feucht ist, wird sie mit den Händen sanft auseinander gerieben und dann wieder auf die Tafel gelegt und ganz getrocknet. Nach diesem wird die Seide durch den weiten Kamm gezogen, und hernach durch den engen. Diese sind beide von Bein, und gleichen, die Grösse ausgenommen, unsern Haarkämmen. Die Seide, so wie sie nun gekämmt ist, gehört zur gemeinen und heisst Extra dente. Allein diejenige, die zu feinern Arbeiten bestimmt ist, wird noch durch die eisernen Kämme, daselbst Scarde, bey uns Kartätschen genannt, gezogen.»